Das Marketing hat Zielgruppen. Das kann auch dazu führen, dass allzu brachiales Marketing im Gegensatz zur PR, die in Bezugsgruppen denkt, keinen Bezug zu seinen Gruppen hat. Dell hat schon einmal ein Social Media Desaster erlebt, weil es Kritik nicht rasch genug ernst nahm. Daraus hat das Unternehmen auf die harte Tour gelernt aber vielleicht nicht genug. Und mit Della auf Frauen gezielt, aber möglicherweise weit daneben getroffen. Denn die reagierten zwar heftig, aber nicht in der erwünschten Art und Weise, betrachtet man die negativ-kritischen Postings. „Why on earth does Dell seem to think that women need to be introduced to computers and the Internet as if we are children?“, heißt es hier. Oder: „I found this extremely helpful...I've decided to buy a Mac.” Oder: „What a ridiculous and insulting marketing campaign.” Dell beherrscht das Medium immerhin soweit, dass Mitarbeiterinnen tapfer und zumindest auf der technischen Ebene stimmig kommunizieren können, wenn ihnen die Frage „Any explanation, Dell?“ Die Antwort, „The content on the site was created to provide tips for using technology in your everyday life. Our intent was not to offend, nor stereotype.”, wird ja stimmen. Zielgruppen zu beleidigen, dürfte tatsächlich äußerst selten ein Marketingziel sein. „Men are from Mars. Women are from Venus. And Dell is from the school of marketing hard knocks,” bilanzierte die New York Times. Das ist auch das Tröstliche: Dell hat etwas gelernt über seine Kundinnen. Zum Beispiel, dass sie auch ohne „Della“ Computer sinnvoll (wenn auch nicht im Sinn von Dell) zu nutzen verstehen. Dell hat es halt auf die harte Tour gelernt. |
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