Christian Stenner, Herausgeber und Chefredakteur des Magazins korso plant mit September 2010 die Einstellung des Magazins. Einbrüche im Inseratengeschäft haben Personalreduktionen erzwungen - zuletzt war das Erscheinen des Magazins nur mehr durch Selbstausbeutung möglich.
Ich habe keinerlei wirtschaftliche Beziehungen zu korso oder Christian Stenner (ich schreibe nur kostenlos eine kleine Kolumne). Ich habe sehr oft eine völlig andere Meinung, als sie in korso publiziert wird. Ich ärgere mich sogar über manche Inhalte. Das ist aber anregender, als in der eigenen Haltung bestätigt zu werden.
Ich fühle mich aber Christian Stenner persönlich verbunden, ich habe großen Respekt vor seiner journalistischen Haltung und seinem grundsätzlichen Verständnis von Journalismus.
Und ich bin zutiefst davon überzeugt, das eine Stadt wie Graz dieses eigenständige, kritisches Magazin haben sollte, dass die Medienlandschaft in der Steiermark um ärmer wäre, gäbe es dieses nicht. Nicht zuletzt geht es auch um Arbeitsplätze von Medienschaffenden.
Als PR-Mensch bin ich auch aus reinem Eigennutz zudem ganz generell für Medienvielfalt. Ohne sie ist Public Relations nicht denkbar.
Daher möchte ich versuchen, einen Beitrag zu leisten, um das weitere Erscheinen zu gewährleisten. Es geht um rund 50.000 Euro im Jahr, die jedenfalls das Bestehen sichern würden. Ich habe noch keine konkreten Vorstellungen, wie das geschehen kann.
Vielleicht finden sich 100 Menschen, die jeweils 500 Euro aufbringen wollen. Vielleicht sind es zehn, die sich vorstellen können, je 5.000 Euro in die Medienvielfalt zu investieren, oder 1.000, die 50 Euro dafür übrig haben. Zusätzliche Inserate würden selbstverständlich helfen. Am wahrscheinlichsten ist eine Mischform.
Ich habe mir vorgenommen, in der nächsten Ausgabe von korso auf eigene Kosten ein Inserat zu schalten, und zur Beteiligung aufzurufen. Bevor ich das tue, möchte ich das Anliegen aber an Menschen herantragen, deren Ideen und Meinung ich schätze und von denen ich hoffe, dass sie auch einen Beitrag dazu leisten, damit es dieses Medium weiter geben kann.